Sonntag, 2. Juni 2013

Gottesdienst und Reisfelder

Heute waren wir zum Gottesdienst in einer kleinen Gemeinde ein paar Orte entfernt von Chisomo. Der Besuch von Gottesdiensten ist für uns immer wieder was ganz besonders, da man sehr viel über Kultur, Tradition und Leute lernen kann. So besuchten wir die Gemeinde in Issa. Es war ermutigend, zu sehen, wie die kleine Gemeinde im Rahmen ihrer Möglichkeiten, Gott Goß machen will. Der Schall des Lobpreises war bestimmt von Weitem hörbar. Wo in anderen Ländern E-Gitarren, Klavier und Schlagzeug wesentliche Bestandteile sind, ist es für uns immer wieder erstaunlich, wie die Christen hier in Malawi mittels einer Trommel, Händen (klatschen) und ihrer Stimme eine gute Stimmung erzeugen können.  
In Malawi wurde und wird gerade geerntet. Die Maisfelder sind abgeerntet und mit den Reisfeldern wurde kürzlich begonnen. Viele Leute bringen zu dieser Zeit Erntegaben in die Kirche. So wie im Bild unten zu sehen ist. 
In vielen Kirchen gehört es zur Tradition, dass man beim Verlassen der Kirche jedem die Hand schüttelt. Meistens steht derjenige, der die Predigt gehalten hat, als erster am Ausgang. Danach folgen alle anderen und reihen sich nach dem Händeschütteln ein. 
Auf dem Rückweg nahmen wir den Weg durch das Feuchtgebiet. Da der Regen schon vor einigen Monaten aufgehört hat, sind die Wegen nun gut begehbar. So sind wir an einigen Reisfeldern vorbei gekommen. Es war ein wunderschönes Landschaftsbild, die unseren Kirchenbesuch schön abrundete. Viele von euch haben mit für die Reisernte gebetet. Gott hat es geschenkt, dass einige unserer Nachbarn eine gute Ernte hatten.

Donnerstag, 16. Mai 2013

Gäste aus Deutschland

Sie haben sich schon länger angekündigt und seit Sonntag sind sie nun endlich da.
Zwei Freunde aus Deutschland haben sich über Südafrika, Botswana, Namibia und
Sambia bis hin zu uns nach Chisomo gekämpft. 
Schön, dass Carina und Johannes nun endlich da sind und dass sie Bewahrung und Schutz auf ihrer langen und erlebnisreichen Reise erfahren durften.
Auch wenn wir unseren normalen Tagesablauf nachkommen müssen, und daher nicht so viel Zeit für die Beiden haben, nutzen wir die Abende sowie die Mahlzeiten, um unsere gemeinsame Zeit so gut wie möglich auszukosten. 
Wie ihr auf den Bildern sehen könnt, bringen sie sich auch top mit ein. Die ein oder andere Arbeit liegt und lag uns noch am Herzen. Dazu gehörte z.B. das Streichen der Küche. Ein dickes Lob an die Beiden. Sie sind gerade dabei, unsere Küche zu verschönern. 
Morgen werden sie im Kidsclub hier in Chisomo mithelfen und am Samstag wurden wir im Dorf zum Mittagessen eingeladen. Am Sonntag geht es dann gemeinsam in die Kirche.


Samstag, 11. Mai 2013

Buchführung, Sprachtest,...

So ein Tag so wunderschön wie heute...!
Das ist ein Lied, welches man manchmal im Kopf hat, wenn sich ein Tage erfolgreich dem Ende entgegen
neigt. So erging es uns gestern. Das Sahnehäubchen des Tages war dann das Abendessen bei unseren Kollegen aus Papua Neu Guinea im Haus gegenüber. Es gab leckeren Reis in Kokosblättern gekocht. Dazu gab es verschiedene traumhaft schmeckende Beilagen.
Zwei Zwischenziele des Tages möchten wir euch mitteilen.
Da Tobias seit einigen Wochen die Chisomo-Kasse übernommen hat, gehört die Buchführung und alles, was damit zusammenhängt nun mit zu seinen Aufgaben.
Nachdem wir letzte Wochen den großen Maiseinkauf getätigt hatten und den Mais für die zukünftigen Studenten eingekauft haben, war es nun an der Reihe die ganzen Belege nochmals zu überprüfen und die Buchführung auf Vordermann zu bringen - da hatten sich nicht nur die Belege vom Maiseinkauf angehäuft.
Wenn dann noch die Zahlen stimmen, dann ist alles super.

Zudem haben wir seit vielen Wochen in den letzten Tagen mal wieder zwei Sprachtests geschrieben. Auch dieses Kapitel wollen wir in den nächsten zwei Monaten abschließen.
Nächste Woche kommt unsere Kollegin, Marion, nach Chisomo, um die Tests mit uns durchzusprechen.
Wir sind euch sehr dankbar, wenn ihr im Blick auf unseren Sprachlernendspurt mit an uns denkt.
 Unsere Kollegen aus Papua hier beim Teammeeting in Chisomo. Sie haben uns gestern lecker bekocht.

Dienstag, 30. April 2013

Was tun, wenn einem die Bausteine ausgehen?

In Chisomo wurde in den letzen Monaten einige kleinere und größer Bauarbeiten durchgeführt.
Wenn man am Bauen ist, dann braucht man für gewöhnlich viele Bausteine. Deshalb hat unser Kollege Joe im Sommer des letzten Jahres Bausteine formen und brennen lassen.
Diese sind uns jedoch in den letzten Wochen ausgegangen.
So mussten wir heute welche zukaufen. Nicht im Baumarkt um die Ecke, sondern in einem 6 km entfernten Dorf. Dort wurden die Steine auf einem Feld geformt und gebrannt.
So machte sich Tobias mit einen paar starken Helfern auf den Weg. Im Wissen, dass man mit dem Auto nicht direkt an den Steinhaufen heranfahren kann, nahmen sie gleich Schubkarren mit.
Das Auto wurde so nah wie möglich an die Bausteine heran gefahren und dann ging die schweißtreibende Arbeit los. Ca. 1000 Steine wurden mit Schubkarren durch sandige Böden, über Erdhügel hinweg, durch hohes Gras und abgeerntete Felder zum Auto transportiert und dann nach Chisomo gekarrt.
Nach drei Fahrten und viel Schuften waren wir froh, dass alles, wie geplant, verlaufen ist.
Jetzt sind wir einfach nur froh, dass wir weiterbauen können.
Hier noch zwei Bilder:
Geschafft, das war die letzte Fahrt! Jetzt nur noch einmal abladen und dann Feierabend. 
Steine aufbauen, damit sie richtig gezählt werden können.

Freitag, 19. April 2013

32 Jahre - man(n) wird älter



Gestern durfte ich (Tobias) mit meinen lieben Kollegen meinen 32. Geburtstag feiern. Für mich war es ein sehr schöner Abend. Gutes Essen, nette Leute und mehr! Alles, was man braucht, um in das 33. Lebensjahr zu starten. Es gab Lasagne, Kuchen und von unserem Kollegen Gabriel selbst gemachtes Avocadoeis.
Was mich sehr ermutigt hat, war die Losung des Tages. Ermutigter kann man nicht in ein neues Lebensjahr gehen.
Ganz herzlichen Dank für alle Glückwünsche und Grüße zu meinem Geburtstag!

Die Kinder unserer neuguinesischen Kollegen waren auch mit dabei! Sie haben gerade Ferien und genießen die Zeit mit ihren Eltern. Bald geht es wieder ins Internat in einem Nachbarland Malawis.

Mittwoch, 20. März 2013

Schulbank drücken…

 

…das tun wir wieder seit zwei Monaten. Warum denn das, fragt sich jetzt vielleicht manch einer!?
Seit Januar besuchen wir den Ethik-Unterricht hier in Chisomo. Es ist sehr interessant für uns zu sehen, wie hier unterrichtet wird und welche Themen und Beispiele verwendet werden. So können wir kulturell dazu lernen, außerdem hilft es Tobias, der ja ab September selbst in Chisomo unterrichten wird. Der Unterricht ist nur von kultureller Seite her interessant, auch sprachlich kommen wir dadurch weiter. Wir verstehen schon vieles, anderes lässt dann wieder Fragezeichen auftauchen. Wir sind sehr dankbar für die Möglichkeit am Unterricht teilnehmen zu können. Bitte betet mit uns, dass wir dadurch viel für unsere zukünftige Arbeit lernen können.

Sonntag, 3. März 2013

Weltgebetstag


Auf der ganzen Welt trafen sich am Freitag Frauen zum Beten.
So auch hier in Malawi.
An verschiedenen Orten in verschiedenen Regionen trafen sich Frauen um für das Land Frankreich zu beten. So haben auch wir – das heißt die Frauen der Mitarbeiter und Studenten hier in Chisomo-  uns auf den Weg gemacht. Nach eineinhalbstündigem Marsch zum Veranstaltungsort waren einige schon müde und erschöpft, aber nicht zu müde um zu singen und zu tanzen.
An der Grundschule des Ortes haben wir uns mit Frauen anderer Kirchen getroffen, um dann von dort aus gemeinsam zur Kirche zu laufen oder besser gesagt zu tanzen. In einem Zug sind wir singend und tanzend durch den Ort gezogen, von der Schule über den Markt bis zur Kirche. Manche Händler auf dem Markt waren nicht wenig überrascht über die fröhliche Frauengruppe. In einer sehr muslimischen Gegend war dies bestimmt auch ein Zeugnis für Jesus. Wie Zachäus auf einen Baum gestiegen ist, weil er Jesus, den Sohn Gottes sehen wollte, so wollen auch wir mit ihm gehen, weil wir Jesus, den Sohn Gottes sehen wollen, sangen wir.
In der Kirche angekommen, wurden noch ein paar Chorusse gesungen, dann ging das Programm los. Zwischen 120 und 150 Frauen aus vielen verschiedenen Gemeinden hatten sich versammelt. Viele gelesene Beiträge mit Informationen über das Land Frankreich, Informationen über Frauen, ihr Leben in der Gesellschaft und den Gemeinden und mehrere Chöre umrahmten das Programm. Zwei Predigten zum Thema „Ich war ein Fremder und ihr habt mich aufgenommen“, sollten die Frauen dazu ermutigen, ganz wie Jesus zu handeln, offen zu sein für andere, sie zu behandeln wie Freunde. Bitte betet mit uns für die Frauen und dass sie durch ihr Handeln ein Zeugnis in ihren Familien und Dörfern sein können.