Sonntag, 8. Dezember 2019

Gefesselte Zuhörer

In den letzten Wochen waren wir noch viel mit den Impactlern unterwegs. Wir haben Kirchenbesuche  gemacht, mit Kindern in Kinderheimen Zeit verbracht und Bekannte Zuhause besucht.
Ein besonderer Besuch haben wir in einem malawischen Gefängnis gemacht. Wir waren selbst gespannt, wie wir empfangen werden und wie Gott uns dort gebraucht. Es gab einige Regeln zu beachten, wir durften keine Handys mit in das Gefängnis nehmen und natürlich keine Bilder machen.
Als wir den Innenhof des Gefängnisses betragen, waren wir sehr überrascht. Über 300 Gefangene saßen in etwa 10 Reihen vor uns und warteten gespannt auf unsere Beiträge. Wir waren froh, dass wir Pastor Chikwindire bei uns hatten, der oft Besuche in Gefängnissen macht und der uns im Vorfeld eine Einführung gab. Wir hatten ein Zeugnis, einen Impuls und Liedbeiträge vorbereitet. Es war ermutigend zusehen, wie die Gefangenen sich über unseren Besuch freuten und wie sie gespannt dabei waren. Nach den Liedbeiträgen klatschten sie aus ganzen Herzen. 
Die Gefangenen selbst sangen auch noch ein paar Lobpreislieder. Wie in Malawi üblich, begleitete ein Gefangener die Lieder mit einer Trommel. Am Ende durfte ein kleines Geschenk nicht fehlen. So verteilten wir noch Seifen, denn es ist keine Selbstverständlichkeit, dass jeder hier immer Seife hat.  Deshalb wurde das - für uns kleine - Geschenk sehr geschätzt. Auch hat hier nicht jeder ein Bett, denn es leben viele Gefangene auf zu engem Raum zusammen. Viele schlafen auf geflochtenen Grasmatten, was hier in Malawi nicht unüblich ist. Dennoch ist es nicht wie in ihrer Heimat, wo in der Regel jeder ein eigenes Haus mit Schafzimmer hat. Es ist sicher nicht sehr angenehm, so eng beieinander und ohne Privatsphäre nächtigen zu müssen.
Vor dem Gefängnis mit Pastor Chikwindire
 Die Impacter sind mittlerweile wieder in der Heimat



Mittwoch, 13. November 2019

Mit ihm fing alles an...

Mit ihm fing alles an …
Heute vor genau 120 Jahren gründete Pfarrer Heinrich Coerper die Liebenzeller Mission. Am 13.11.1899 in Hamburg auf Bitte von James Hudson Taylor. Damals noch als deutscher Zweig der China-Inland-Mission. Drei Jahre später ging’s nach Liebenzell. Wir sind Gott von Herzen dankbar, wie er unser Werk durch 120 Jahre getragen hat. Ihm sei alle Ehre!!!

Mittwoch, 25. September 2019

Immer Donnerstags...

Wie versprochen, berichten wir weiter aus dem Kinderheim, das wir mit dem Impact Team mit diversen Programmen unterstützten. Der erste richtige Einsatz fand letzten Freitagnachmittag statt. Es kamen etwa 80 Kinder. Sie waren mit Spannung dabei. 
Kindern wird in Malawi oft nicht soviel Aufmerksamkeit entgegengebracht. Sie spielen oft alleine. Es gibt auch wenig Vereine wie z.B. Musikvereine, Sport Clubs usw. wie es in Deutschland der Fall ist. Kinder werden auch wenig gefördert und sind oft sich selbst überlassen. Die großen Kinder müssen auf ihre jüngeren Geschwister oder Cousinen und Cousins aufpassen.
So freuen sich die Kinder, wenn man mit ihnen spielt, ihnen Aufmerksamkeit entgegen bringt und sie fördert. Die vielen Kinder für ein Spiel zu organisieren, war gar nicht so einfach, aber sie waren mit viel Freude dabei. Große und kleine Kinder spielten aus dem tiefstem Herzen der Fuchs geht rum. Es war schön, die fröhlichen Augen der Kinder zu sehen. Nach den Spielen versammelten wir uns im Versammlungsraum des Kinderheimes, um auf einen geistlichen Impuls in Form eines Anspiels zu hören und um zu singen. Die Kinder lernten auch einen Lernvers aus der Bibel. Einige trauten sich sogar, den Vers vor der Gruppe auswendig aufzusagen. Danach ging ein gelungenes Programm zu Ende. Die Verantwortlichen des Kinderheims bedankten sich sehr für unser Kommen. Auch sie erhalten durch unsere Programme neue Impulse für ihre Arbeit und werden ermutigt.
Ab sofort werden wir jeden Donnerstag dort ein Programm durchführen. 
 Kurzer Impuls nach dem Anspiel.
 Schön, dass viele Kinder kamen.
Gemeinsam ein Lied mit Bewegungen einstudieren.
Ein Bild unseres letzten Besuches im Nationalpark.

Donnerstag, 12. September 2019

Es geht los...

Die Impactler sind da - motivierte, tolle junge Leute, die sich auf ihren Einsatz freuen. Das wurde schon in den ersten Tagen deutlich. Natürlich brauchen sie jetzt erstmal Zeit, hier in Malawi anzukommen. Wir helfen ihnen dabei. Wo kann man einkaufen? Was sind empfehlenswerte Produkte? Welche Produkte sind lokale Produkte? Mit diesen und ähnlichen Fragen beschäftigen sie sich. So führen wir sie durch die Stadt und zeigen ihnen Läden, Märkte etc. 
Es war uns zudem wichtig, zwei Malawier - einen Pastor und den Vorsitzenden einer Jugendorganisation in Malawi einzuladen und etwas über Land, Leute und geistliches Leben in Malawi zu erzählen. Es ist uns wichtig, das Team kulturell etwas zu sensibilisieren, auch wenn sie nur drei Monate hier sein werden. Das ist z.B. hilfreich um Andachten und Zeugnisse vorzubereiten.
Heute haben wir das Waisenhaus, von welchem wir im letzten Beitrag berichtet haben, besucht. Die Verantwortlichen des Waisenhauses stellten uns ihre Arbeit vor. Außerdem machten wir einen ausführlichen Rundgang. Das Waisenhaus hat auch eine Mühle. Diese Mühle hilft, einen Teil der Betriebskosten zu decken. Nach der interessanten Führung beteten wir noch für das Projekt, die Waisenkinder und die Mitarbeiter. Nächsten Freitag geht es los. Das Impact Team wird die Mitarbeiter des Waisenhauses einen Tag in der Woche mit einem geistlichen Programm und Spiele unterstützen. Wir sind gespannt auf die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern des Waisenhauses und die Kinder - mit ihnen über Jesus und die Bibel zu sprechen oder einfach nur zu spielen. Wir hoffen, dass wir gute Beziehungen zu den Kindern aufbauen können und dass unsere Programm eine Auswirkung auf ihr (zukünftiges) Leben haben wird.
Nächte Woche gibt es mehr Bilder und einen weiteren Bericht.

Freitag, 9. August 2019

Besprechung mit "Memo"

Vor ein paar Tagen hatte ich eine Besprechung mit dem Managment eines Waisenhauses. In jenem Waisenhaus werden wir uns mit dem "Impact Team" einbringen. Das Impact Team besteht aus 6 jungen Leuten, die sich drei Monate hier in Malawi in verschiedenen Bereichen einbringen werden.
Zu den Aufgaben im Waisenhaus gehören z.B. Nachhilfeunterricht sowie biblische Geschichten und Spiele. 
Die Besprechung war um 14 Uhr geplant. Als ich dort ankam, hieß es: "Karibu, Nsima!"  
Das heißt soviel wie: "Greif zu! Das Essen ist fertig. Sei herzlich willkommen, mit zu essen!"
"Nsima" ist vergleichbar mit Maisbrei, die Leibspeise der Malawier.
Das Angebot nahm ich gerne an. Gemeinsam zu essen ist etwas ganz besonderes in Malawi.
Eine Einladung zum Essen, lehnt man nur in den seltesten Fällen ab.
Aber jetzt zum zweiten Wort in der Überschrift. Was bedeutet "Memo".
Wenn Leute zusammen arbeiten z.B. auf einer Baustelle, im Büro usw., dann legen sie Geld zusammen, um gemeinsam zu kochen und zu essen. Derjenige, der kein Geld gegeben hat, isst nicht mit. Das wird hier "MEMO" genannt. Als Gast wurde ich so eingeladen.
Nach dem Essen konnten wir die letzten Details im Blick auf unsere Zusammenarbeit besprechen.
Während der Besprechung merkte ich, dass durch das gemeinsame Essen, unsere Beziehung gewachsen ist. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und dass wir Kindern etwas von Gott und seinem Wort weitergeben dürfen. Keine leeren Worte oder einfache Geschichte, sondern eine Botschaft, die in alles Ewigkeit gültig ist. Mehr Bilder und Erlebnisse im Waißenhaues folgen im September.

 Nisma mit Fischen
 Vor dem Essen werden die Hände gewaschen
 Fische mit Tomatensoße
Nach dem Gebet darf jeder zugreifen

Sonntag, 30. Juni 2019

Anspiel und Gottes Wort

Es ist für uns eine Freude sonntags unterwegs zu sein, um verschiedene Kirchen zu besuchen. Besonders schön ist es, wenn man die Menschen schon kennt. Wenn man sieht, wie sie ihre Arbeit tun und wie sie von ganzem Herzen bei der Sache sind. Wie sie um das gesitliche Leben der Gemeinde besorgt sind und wie sie sich wünschen, dass Menschen neue Hoffnung finden in Jesus Christus.
Einer dieser Menschen, den wir schätzen, ist Herr Saidi. Wir kennen ihn schon einige Jahre. Er war auch einer der Studenten in Chisomo, als wir dort Verantwortliche waren. Herr Saidi hat eine ganz besondere Gabe. Er versteht es, biblische Botschaften in Anspiele zu verpacken. Mit seinem Humor schafft er es, auch kritische und herrausfordernde Wahrheiten weiterzugeben. Die Zuhörer sind meist voll dabei und geben während des Anspiels zustimmende Kommentare. 
So war es auch heute der Fall. Herr Saidi möchte, dass Menschen erkennen, dass das ewige Leben ein Geschenk ist,das bei Gott auf uns wartet. Außerdem wünscht er sich, dass die Zuhörer seiner Anpiele erkennen, dass wir aufgrund dieses großartigen Geschenkes hier auf der Erde ein Leben leben sollen, das Gott gefällt.
Wir beten, dass Gott Herr Saidi gebraucht, damit noch mehr Menschen die bilische Botschaft verstehen und das Geschenk des ewigen Lebens für sich in Anspruch nehmen.
 Herr Saidi beim Anspiel
Seit Sept 2018 unser Zuhause - Zomba am Fuße des Zomba Plateau (2087m)

Mittwoch, 29. Mai 2019

Ein starkes Team!

Sieben junge Leute haben uns kürzlich besucht. Ein teil der Jüngerschaftsschule "FTS" aus Liebenzell. Motiviert und gut vorbereitet kamen sie Anfang April in Malawi an. Tobias hatte einige Einsätze im Vorfeld vorbereitet. So ging es gleich los mit einer Jugendkonferenz einer Studentenvereinigung bei der wir einen Sportnachmittag durchführten. Zwei Nachmittage die Woche gestaltete die Gruppe ein Kinderprogramm in einem Waisenhaus. Außderm halfen wir bei einer weiteren Jugendkonderenz mit und führten weitere Einsätze in zwei Gefängnissen und im Ubwenzi Projekt durch. Wir sind sehr dankbar für das Gelingen und Bewahrung auf den Fahrten
Und wir freuen uns auf die nächsten Gruppe, die sich im September für drei Monate in Malawi einbringt.
 Bei einem Schuleinsatz
 Kidsclub - Dorfentwicklungsprojekt Ubwenzi
 Spieleabend bei einer Jugendkonferenz
 Sportnachmittag bei einer weiteren Jugendkonferenz
Zeugnis beim Besuch einer Dorfkirche