Freitag, 9. August 2019

Besprechung mit "Memo"

Vor ein paar Tagen hatte ich eine Besprechung mit dem Managment eines Waisenhauses. In jenem Waisenhaus werden wir uns mit dem "Impact Team" einbringen. Das Impact Team besteht aus 6 jungen Leuten, die sich drei Monate hier in Malawi in verschiedenen Bereichen einbringen werden.
Zu den Aufgaben im Waisenhaus gehören z.B. Nachhilfeunterricht sowie biblische Geschichten und Spiele. 
Die Besprechung war um 14 Uhr geplant. Als ich dort ankam, hieß es: "Karibu, Nsima!"  
Das heißt soviel wie: "Greif zu! Das Essen ist fertig. Sei herzlich willkommen, mit zu essen!"
"Nsima" ist vergleichbar mit Maisbrei, die Leibspeise der Malawier.
Das Angebot nahm ich gerne an. Gemeinsam zu essen ist etwas ganz besonderes in Malawi.
Eine Einladung zum Essen, lehnt man nur in den seltesten Fällen ab.
Aber jetzt zum zweiten Wort in der Überschrift. Was bedeutet "Memo".
Wenn Leute zusammen arbeiten z.B. auf einer Baustelle, im Büro usw., dann legen sie Geld zusammen, um gemeinsam zu kochen und zu essen. Derjenige, der kein Geld gegeben hat, isst nicht mit. Das wird hier "MEMO" genannt. Als Gast wurde ich so eingeladen.
Nach dem Essen konnten wir die letzten Details im Blick auf unsere Zusammenarbeit besprechen.
Während der Besprechung merkte ich, dass durch das gemeinsame Essen, unsere Beziehung gewachsen ist. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und dass wir Kindern etwas von Gott und seinem Wort weitergeben dürfen. Keine leeren Worte oder einfache Geschichte, sondern eine Botschaft, die in alles Ewigkeit gültig ist. Mehr Bilder und Erlebnisse im Waißenhaues folgen im September.

 Nisma mit Fischen
 Vor dem Essen werden die Hände gewaschen
 Fische mit Tomatensoße
Nach dem Gebet darf jeder zugreifen

Sonntag, 30. Juni 2019

Anspiel und Gottes Wort

Es ist für uns eine Freude sonntags unterwegs zu sein, um verschiedene Kirchen zu besuchen. Besonders schön ist es, wenn man die Menschen schon kennt. Wenn man sieht, wie sie ihre Arbeit tun und wie sie von ganzem Herzen bei der Sache sind. Wie sie um das gesitliche Leben der Gemeinde besorgt sind und wie sie sich wünschen, dass Menschen neue Hoffnung finden in Jesus Christus.
Einer dieser Menschen, den wir schätzen, ist Herr Saidi. Wir kennen ihn schon einige Jahre. Er war auch einer der Studenten in Chisomo, als wir dort Verantwortliche waren. Herr Saidi hat eine ganz besondere Gabe. Er versteht es, biblische Botschaften in Anspiele zu verpacken. Mit seinem Humor schafft er es, auch kritische und herrausfordernde Wahrheiten weiterzugeben. Die Zuhörer sind meist voll dabei und geben während des Anspiels zustimmende Kommentare. 
So war es auch heute der Fall. Herr Saidi möchte, dass Menschen erkennen, dass das ewige Leben ein Geschenk ist,das bei Gott auf uns wartet. Außerdem wünscht er sich, dass die Zuhörer seiner Anpiele erkennen, dass wir aufgrund dieses großartigen Geschenkes hier auf der Erde ein Leben leben sollen, das Gott gefällt.
Wir beten, dass Gott Herr Saidi gebraucht, damit noch mehr Menschen die bilische Botschaft verstehen und das Geschenk des ewigen Lebens für sich in Anspruch nehmen.
 Herr Saidi beim Anspiel
Seit Sept 2018 unser Zuhause - Zomba am Fuße des Zomba Plateau (2087m)

Mittwoch, 29. Mai 2019

Ein starkes Team!

Sieben junge Leute haben uns kürzlich besucht. Ein teil der Jüngerschaftsschule "FTS" aus Liebenzell. Motiviert und gut vorbereitet kamen sie Anfang April in Malawi an. Tobias hatte einige Einsätze im Vorfeld vorbereitet. So ging es gleich los mit einer Jugendkonferenz einer Studentenvereinigung bei der wir einen Sportnachmittag durchführten. Zwei Nachmittage die Woche gestaltete die Gruppe ein Kinderprogramm in einem Waisenhaus. Außderm halfen wir bei einer weiteren Jugendkonderenz mit und führten weitere Einsätze in zwei Gefängnissen und im Ubwenzi Projekt durch. Wir sind sehr dankbar für das Gelingen und Bewahrung auf den Fahrten
Und wir freuen uns auf die nächsten Gruppe, die sich im September für drei Monate in Malawi einbringt.
 Bei einem Schuleinsatz
 Kidsclub - Dorfentwicklungsprojekt Ubwenzi
 Spieleabend bei einer Jugendkonferenz
 Sportnachmittag bei einer weiteren Jugendkonferenz
Zeugnis beim Besuch einer Dorfkirche

Donnerstag, 14. März 2019

Grundlagen legen, geistlich wachsen, Einheit formen

Es ist uns ein persönliches Anliegen, im Glauben zu wachsen. Stillstand ist immer Rückschritt. Wir sind dankbar, wenn uns andere helfen, als Persönlichkeit aber auch geistlich zu reifen.
Auch ist es uns ein Anliegen, anderen zu helfen vorwärts zu kommen. Der Bischof unserer Partnerkirche hat dasselbe Anliegen. Das ist natürlich auch seine Aufgabe als Leiter. Aber er hat das Anliegen auch im Herzen. Das macht einen Unterschied. Tobias war nun schon auf seiner zweiten Reise mit ihm unterwegs, damit Menschen im Glauben wachsen und Leiter für ihren Dienst ausgerüstet werden.
Am letzten Wochenende waren die Beiden mit weiteren Kirchenleitern in Gemeinden unterwegs. Wir hatten gute Gespräche und segensreiche Einheiten. Es ist enrom zu sehen, wie das gemeinsame Arbeiten und der Austausch über Gottes Wort verändert und Einheit formt.
Es war schön zu hören, wie die Gemeindeleiter und die Mitglieder ihre Dankbarkeit über die Einheiten zum Ausdruck brachten. Tobias hat im Nachhinein eine Whatsapp bekommen mit den Worten: 
"Wir empfinden große Wertschätzung für die Mühe, die Hingabe, sowie die Investition in das Reich Gottes, die unsere Gemeinde erleben durfte. Wir möchten auch in Zukunft, solche Programme als Gemeinde unterstützen, da wir sehr von den Tagen als Gemeinde profitiert haben." 
Danke für alle Gebete!
 Bischof Mfungwe (Evangelical Baptist Church of Malawi)
Abschlußgottesdienst am Sonntag

Montag, 28. Januar 2019

Das Wiedersehen!

Wenn wir sonntags zu Kirchenbesuchen unterwegs sind, treffen wir meistens auf Menschen, denen wir noch nie begegnet sind oder die wir nicht so gut kennen. Letzten Sonntag traffen wir jedoch auf einen Mann, mit dem wir ein ganzes Jahr zusammen gelebt haben. Er war einer unserer Stundeten als wir 2013/14 für die Bibelschule Chisomo verantwortlich waren. Das Wiedersehen brachte viele schöne Erinnerungen zurück.
Der Name des Studenten ist James Mussa. Wir unterhielten uns über das Jahr an der Bibelschule. Gerne erinnert er sich an die Zeit zurück und ist dankbar für das, was er lernen durfte.
Für uns ist es schön zu sehen, wie er sich in der Gemeindearbeit einbringt. Mittlerweile ist er für eine Gemeinde zuständig und wurde zum Pastor ordiniert. Außerdem macht er eine theologische Weiterbildung. 
Danke, wenn ihr für Pastor Mussa, seine Familie und seine Gemeinde betet, dass Menschen zum Glauben finden und Menschen im Glauben wachsen. Christen in Malawi sind immer wieder angefochten. Zauberei und Zauberdoktoren gehören in Malawi zum Alltag. Das fordert die Gemeinden ganz schön heraus. Betet mit, dass Menschen frei werden.
 James Mussa (hintere Reihe, links neben Tobias)

Hier als Student in Chisomo (Hintere Reihe, dritter von rechts)

Freitag, 4. Januar 2019

Predigen an der Uni

Zunächst einmal möchten wir euch allen ein gutes und gesegnetes Neues Jahr wünschen. Ganz herzlichen Dank für alle Unterstützung im Jahr 2018. Dafür möchten wir auch ganz herzlich bedanken.
 
Wir sind oft zu Gottesdiensten in Dörfern unterwegs. Ab und zu gehen wir auch zum Gottesdienst an der Uni in Zomba. Der Gottesdienst wird von Studenten organisiert. Tobias wurde schon zweimal zum Predigen eingeladen. Es ist eine gute Abwechslung, nicht immer nur in Chichewa, sondern auch mal in Englisch zu predigen.
Es ist immer wieder schön, bei den Studenten zu sein, mit ihnen Zeit zu verbringen und über Jesus zu reden.
Am letzten Mittwoch wurde Tobias auch zu einer "Christlichen Studentenvereinigung" eingeladen, um über das Thema: "Mit Jesus unterwegs sein" zu sprechen.
Es ist schön zu sehen, wie die Studenten geistlich wachsen wollen und wie sie ihre Veranstaltung selbst organisieren.

Sonntag, 25. November 2018

Die besinnliche Adventszeit!

 Auf dem Weg zur Kirche
 
 Angekommen - die Brücke war stabil genug
 
Freut ihr euch auf Weihnachten? Da haben wir keine Zweifel! Oder wir nehmen es zumindest mal an. Weihnachten ist für uns als Familie immer etwas Besonderes - ob wir in Deutschland sind oder in Malawi, ob es eine hecktische Zeit ist oder nicht,... Die Weihnachtstage genießen wir sehr!
Wie sieht es mit der Adventszeit aus? Die ist bei uns immer hektisch. Zur Ruhe kommen wir in jenen Wochen nicht. Aber eigentlich soll die Adventszeit doch wirklich wertvoll sein - sich auf das Kommen Jesu vorzubereiten. Das größte Ereignis der Weltgeschichte neu zu durchdenken und darüber zu staunen.
Auch hier in Malawi haben wir erlebt, dass die Adventszeit wenig beachtet wird. Es gibt auch einen großen Spagat zwischen Stadt und Dorf. In der Stadt sind in den großen Läden Weihnachtslieder zu hören und Weihnachtsdeko zu sehen.
Im Dorf ist die Hauptsache eher, eine gutes Essen für das Weihnachtsfest am 25.12. zu haben. Alles andere ist eher Nebensachen - was natürlich auch mit der Armut auf dem Dorf im Zusammenhang steht.
Gestern war Tobias mit einem ehemaligen Studenten des Chisomo Zentrums unterwegs. Sein Name ist Muyeso Saidi. Saidi bringt sich in seiner Kirche ein. Er ist im Gemeindeleben sehr aktiv. Seine besondere Gabe ist es, Theaterstücke zu schreiben und aufzuführen. Saidi wird hin und wieder von anderen Kirchen eingeladen, um dort ein Theaterstück vorzutragen. In seinen Aufführungen sind biblische Botschaften verpackt.
So war es auch gestern. Tobias durfte die Predigt halten. Da wir als Familie bemerkt haben, wie die Adventszeit bei uns oft in der Hektik des Alltags versinkt, war es Tobias wichtig, in der Predigt Vorfreude auf diese besondern Wochen zu wecken.
Danke für alle Gebete! Wir wünschen uns, dass Gott Predigten, Gespräche usw. gebraucht, damit Menschen in der Beziehung zu Jesus gestärkt werden.

 Saidi im blauen Arbeitsmantel beim Anspiel
 Die Leute sind gespannt beim Theaterstück dabei

 Der Jugendchor kommt durch den Mittelgang singend in die Kirche! 
Die Instrumente - Geniale Töne!
Rechts sieht man Coladeckel auf Drähten und ein Teil einer Fahrradklingel!