Samstag, 24. Januar 2015

Neues Jahr hat begonnen!

Jetzt haben wir schon länger nichts mehr geschrieben und trotzdem hätte es so Vieles zu berichten gegeben. Wahrscheinlich lag es an der Fülle der Arbeit und an dem wohlverdienten Urlaub, den wir Ende Dezember mit den Bergers verbracht haben.

In den letzten Wochen gab es Vieles vorzubereiten, wie z.B. das Kommen des Impactteams und die Rückkehr der Familie Urschitz. Wir sind froh und dankbar, dass das Impactteam einen guten Start hatte und dass die Urschitzens wieder nach Malawi zurückkehren konnten.
Das Impactteam sind 6 junge Leute, die einen dreimonatigen Einsatz in Malawi machen werden. Dazu konnten wir einen jungen Mann, Patrick, aus Deutschland gewinnen, der an unserer Stelle die Leitung des Impactteams übernommen hat. Leider konnten wir nicht, wie geplant nach Zomba ziehen, um dort das Impactteam zu leiten.
Wir werden nun bis zu unserem Heimataufenthalt im Ubwenzi Dorfentwicklungsprojekt mitarbeiten und die Projektleitung an Familie Urschitz übergeben. Wir sind gerade im Prozess der Übergabe und am Überlegen, wie wir die vielen Aufgaben im Projekt aufteilen können. Das ist eine spannende Zeit. Bitte denkt mit an uns! Geplant ist, dass wir nach unserem Heimataufenthalt wieder nach Ubwenzi  zurückkehren, um das Projekt dann zu  leiten.
Das ist eine große Aufgabe. Daher sind wir froh, dass wir in den nächsten Monaten in der Zusammenarbeit mit unseren Kollegen Vieles dazu lernen können. Wir sind gespannt wie alles werden wird und freuen uns auf die Arbeit im Projekt.

Die Regenzeit hat begonnen und es wird grüner und grüner. Das Gras wächst. Im unteren Bild seht ihr die Erdnuss und Sojapflanzen auf unseren Feldern. Wir beten für Regen und eine gute Ernte. Der Regenfall war in unserem Gebiet bisher gut - fast ein bisschen zu viel. In anderen Gebieten kam es zu heftigen Regenfällen und zu Überschwemmungen. Wir hoffen, dass zukünftig der Regen im richtigen Maß kommt.


Auch die Buchhaltung galt es in den letzten Wochen abzuschließen und zur Prüfung weiterzugeben. Hoffentlich ist alles korrekt und die Belege wurden richtig verbucht.
Josia geht es gut. Er krabbelt uns mittlerweile davon. Wir sind dankbar, dass er sich gut entwickelt und dass er so viel Freude am Leben hat.

Samstag, 13. Dezember 2014

Freude über Freude

In die Schule zu gehen, ist für viele Kinder hier in Malawi manchmal mit Hindernissen verbunden. Viele Kinder müssen z.B. sehr weit laufen. Vor allem für Erstklässler und Zweitklässler ist das oft eine echte Herausforderung.
Ein Dorf, mit dem wir zusammenarbeiten, hat etwas ganz Besonderes bewältigt. Sie haben Ziegelsteine geformt und eine Schule gebaut ohne staatliche Hilfe. Selbst die Lehrer werden von den Leuten aus dem Dorf finanziert. Das ist hier in Malawi eine große Herausforderung. Diese Leute haben wirklich etwas geleistet und sind ein gutes Beispiel für ihre Landsleute. Ihnen ist die Schulbildung ihrer Kinder wichtig und deshalb haben sie in ihrem Dorf diese Schule gebaut. Viele der Kinder würden vermutlich nicht regelmäßig in die Schule gehen, wenn sie weiter weg in ein anderes Dorf laufen müssten.
Dieses Interesse haben wir belohnt und haben die Kosten für das Wellblech des Schuldaches übernommen. Heute war die Übergabe des Wellblechs geplant. So machten wir uns auf, um während einer kleinen Dorfversammlung, das Wellblech zu überreichen. Die Leute waren voller Freude über die Hilfe! Bitte beten sie mit uns, dass die Schule bald stattliche Lehrer bekommt. Der Antrag wurde kürzlich gestellt.
 Die Handwerker waren bei der Arbeit als wir ankamen
 Voller Freude zeigte uns der Häuptling den Fortschritt der Bauarbeiten
 Auch die Frauen waren voller Freude über das Wellblech
Während der Versammlung - im unteren Bild ist Pastor Mulute zu sehen, der einen geistlichen Impuls hielt.

 Die Reden - oben der Dorfhäuptling und unten der Ubwenzi Chairman 
Auch Tobias durfte das Wort ergreifen.

 Es war sehr heiß, die Leute machten es sich daher schon mal unter dem Wellblech gemütlich. 
Hier noch mal das Schulgebäude!
Als Familie geht es uns gut. Wir haben uns mittlerweile sehr gut in Ubwenzi eingelebt. Josia liebt es zu baden - vor allem bei dem heißen Wetter der letzten Wochen.

Sonntag, 30. November 2014

Das Meeting des Jahres!

Am letzten Donnerstag hatten wir ein sehr wichtiges Meeting mit unseren Chiefs (Dorfhäuptlinge aus den verschiedenen Dörfern, mit denen wir zusammenarbeiten). Es gab Einiges zu besprechen. Das Hauptaugenmerk lag auf der Maisverteilung im Januar. Wir haben in Ubwenzi eine sogenannte "Foodbank". Kurz gesagt, haben wir zwei Container, in denen wir Mais lagern. Der Mais wurde nach der Ernte gekauft und eingelagert. Normalerweise ist der Maispreis in den Hungermonaten Januar, Februar und März sehr hoch. In vielen Haushalten geht ín den genannten Monaten der Mais - Hauptnahrungsmittel - aus. Daher wollen wir den Menschen aus den Dörfern, mit denen wir kooperieren, die Möglichkeiten schaffen, kostengünstigen Mais zu kaufen. Vor allem helfen wir denjenigen, die unser Projekt unterstützen und uns helfen, wie z.B. beim Steine formen. Natürlich wurden verschieden Punkte intensiv diskutiert. Wir bauf ein gelungene Sitzung zurück und sind dankbar, dass man sich in den wesentlichen Punkten einigen konnten.
Zudem wurden Info und Neuigkeiten bezüglich Ubwenzi an die Teilnehmer weitergeben und die Chief haben ihre Vorstellung und Nöte geäußert. Versprechen konnten wir nichts. Wir sind gespannt, was sich verwirklichen lässt. Bitte denkt an uns! Es gilt die richtigen Entscheidungen zu treffen und die nötigen finaziellen Mittel zu bekommen.

Freitag, 14. November 2014

Die Ziegelsteine sind gebrannt!

Es ist geschafft. Das Ziel ist erreicht und viele Leute sind erleichtert. Wer unseren Blog regelmäßig liest, weiß von was die Rede ist.  Nach Wochen langer Arbeit konnte das Projekt  abgeschlossen werden. Es war wichtig, die Ziegelsteine zu brennen bevor der Regen kommt. Wir sind dankbar, dass alles so gut geklappt hat.
 Hier oben und unten im Bild sieht man, wie der Ofen mit Matsch abgedichtet wird, damit die Hitze im Ofen bleibt.

 Das Feuerholz war bereit gelegt und der Ofen dicht. Die Zeit war gekommen, den Ofen anzuzünden.
 Dann wurde der Ofen angezündet und immer wieder Holz nachgelegt. Nach 12 Stunden waren die Ziegel gebrannt

Natürlich gibt es bei diesem Event auch etwas Gutes zum Essen. So wurde eine Ziege geschlachtet und verzehrt. Das gehört traditionell zum Ziegelsteine Brennen dazu.

Freitag, 31. Oktober 2014

Hungrige Gemeindeleiter!

Hunger zu haben, ist in Malawi immer wieder ein Thema. Heute soll es jedoch nicht um den physischen Hunger gehen, sondern um den geistlichen Hunger.
Am vorletzten Wochenende hatten wir hier in Ubwenzi eine Pastorenkonferenz. Viele Pastoren und Gemeindeleiter verschiedenster Denominationen kamen, um für ihren Dienst gestärkt zu werden. Es war schön zu sehen, mit welchem Eifer und mit welcher Wissbegierigkeit sie dabei waren. Die Veranstaltung begann um 9:00 morgens und Endete um 16 Uhr nachmittags. Das Interesse war so groß, dass fast alle pünktlich waren, was hier in Malawi nicht immer selbstverständlich ist. Selbst unser Gastredner war von der Motivation der Teilnehmer angetan. Die Lehreinheiten waren sehr gut strukturiert und biblisch gegründet.
Einer der anwesenden Pastoren fasste die Dankbarkeit der Pastoren über die Konferenz mit folgenden Worten zusammen: "Die Unterrichtseinheiten sind echt gut. Leider sind wir nur drei Tage zusammen. Wir würden am liebsten noch ein paar Tage verlängern. Dann würden wir richtig dick werden" Das mit dem Dick werden hat er natürlich auf das Geistlich satt werden bezogen. 
Danke an alle, die ihr an uns gedacht habt. Es waren gesegnete Tage.
Wir hoffen, dass die Teilnehmer von den Einheiten profitieren und es sie in ihrem Dienst weiterbringt.
 Gespräche in Kleingruppen
 Unser Gastredner - Gott hat ihn gesegnet!
Open Air Abschlussgottesdienst - alle Gemeinden der Teilnehmer waren eingeladen!

Samstag, 11. Oktober 2014

Einheit macht stark!

 
Gemeinsam an einem Strang ziehen. Sich gegenseitig zu ermutigen und für einander zu beten. Gemeinsam zu singen und zu tanzen. Sich von Gottes Wort prägen zu lassen und sich darüber auszutauschen. Dies alles trägt dazu bei, eine Einheit zu sein und das nach außen hin zu zeigen.
Das ist das Ziel der "Umodzi wa Atsogoleri" Gruppe. Umdozi bedeutet Einheit und Atsogoleri Leiter - das macht "Einheit der Leiter". 
Das Treffen findet einmal im Monat statt. Auch diese Woche kamen wir zusammen und hatten eine geniale Zeit. Auch wenn dieses Mal nur Wenige da waren, gingen die Meisten gestärkt nach Hause. Nicht nur vom guten Essen, sondern vor allem von den Gesprächen, der Bibelarbeit und dem Austausch.
Nächste Woche haben wir eine Pastorenkonferenz, die von dieser Gruppe organisiert wurde. Ein Gastredner wurde eingeladen und ein gutes Programm geplant. Jetzt beten wir für eine gute Tagung.
 Das Akkordion (Bild 1) und das Trommel ähnliche Instrument (Bild 2) werden immer zum Begleiten  der Lieder verwendet und machen das Musizieren lebendiger.
Das Essen war lecker. Die beiden Damen haben uns gut bekocht!

Dienstag, 30. September 2014

Der Schlangenbiss!


Im Ort Chilonga, in dem das Ubwenzi-Projekt angesiedelt ist, gibt es ein kleines Krankenhaus. Es ist ein staatliches Krankenhaus, welches auch eine Geburtsstation hat. Wir versuchen die medizinischen Angestellten vor Ort zu unterstützen. 
Manche Behandlungen können im kleinen Krankenhaus nicht durchgeführt werden. Deshalb werden Patienten ins ca 50 km entfernte Kreiskrankenhaus verwiesen, Es gibt einen Krankenwagen, der im Notfall alarmiert werden kann. Es kommt jedoch vor, dass die Ambulanz nicht kommt. In solchen Fällen werden wir gebeten, Krankentransporte zu übernehmen. Es sind dann überwiegend Notfälle.
So war es heute auch! Tobias fuhr mit einem Jungen, der von einer giftigen Schlange gebissen wurde, ins oben genannte Krankenhaus. Zudem begleiteten ihn die Mutter und eine Verwandte. Mit Feuerholz, Essen, Töpfen, Kleidern usw. bepackt stiegen sie auf den Pickup. Hier in Malawi werden Patienten während Krankenhausaufenthalten oft von Verwandten bekocht.
Bitte denkt an den Kleinen. Er könnte im schlimmsten Fall sein Bein verlieren.