Sonntag, 20. November 2011

Impressions

Wie vor ein paar Wochen angekündigt, war es am Wochenende wieder einmal so weit. Mein malawischer Kollege und ich (Tobias) waren in verschiedenen Gefängnissen unterwegs, um zu predigen. Die Gefängnisse, in die wir gegangen sind, waren für Männer. Sarah konnte uns daher leider nur in den Jugendflügel begleiten, den wir am Sonntag besucht haben.
Vielen Dank für eure Unterstützung im Gebet. Es war eine sehr gesegnete Zeit. Außerdem war es für mich eine gute Erfahrung.
Leider war es für mich der letzte Einsatz, da Sarah und ich bald ins 120 km entfernte Chisomo ziehen werden.
Auch diesen Mal war es uns nicht gestattet, zu fotografieren. Daher möchten wir ein paar andere Bilder präsentieren. Nach dem dritten und letzten Einsatz fuhren wir zu einem nahe gelegenen Markt, um in einem malawischen Restaurant zu speisen. Der Weg dorthin führte uns über Felder und Brücken. Man sah Kinder, die sich im Wasser erfrischten. Außerdem konnte man sehen, dass man Regenschirme auch als Sonnenschirme verwenden kann.
Alles in allem war es ein schöner Sonntag, welcher uns in verschiedener Art und Weise ein Stück malawische Kultur aufgezeigt hat.
Two weeks ago I (Tobias) told you about the prison ministry where I am helping out. Last weekend my Malawian colleague and I went to different prisons to preach. The jails we have been to where for men. Therefore, Sarah could only join us to the youth wing where we went on Sunday.
Thanks for your prayers. We had a blessed time and it was a good experience.
Unfortunatly, that was my last prison ministry trip because soon we will move to Chisomo which is 120 km away.
We were not allowed to take pictures. Therefore, we want to present some other pictures. After ministering in prison on Sunday we went to a market which was close by in order to have lunch. On the way we passed villages, fields and bridges. We saw children playing in a river. In addition to that we noticed an umbrella is not only good for rainy days but also for sunny days.
Eventually, we had a beautiful Sunday, which showed us different parts of the Malawian culture.

Sonntag, 13. November 2011

Landwirtschaft/ Agriculture

Heute möchten wir von einem in Malawi sehr wichtigen Thema berichten. Viele Malawier arbeiten zur Zeit an ihren Feldern. Sie bereiten ihre Äcker vor, um Mais, Kassava und andere Gemüsesorten anzubauen. Damit die Samen aufgehen und wachsen, benötigt es zunächst Kunstdünger, welcher hier aus malawischer Sicht relativ teuer ist. Die meisten Leute können sich nicht leisten, diesen Dünger zu kaufen. Deshalb gibt es ein Förderprogramm vom Staat, welches jedoch begrenzt ist. Desweiteren braucht es Regen um in einigen Monaten eine gute Ernte zu haben. Betet mit uns, dass es in den nächsten Monaten regelmässig regnet.
Was uns zusätzlich Sorgen bereitet, sind Lebensmittelengpässe. In vielen Familien gehen zu dieser Zeit im Jahr oft die Vorräte aus, die sie im Frühjahr geerntet haben. Wir als Liebenzeller Mission werden z.B. in Chisomo helfen, in dem wir Maismehl verteilen.
Durch die Lebensmittelengpässe wird auch vermehrt in Häuser eingebrochen und gestohlen.
Bitte betet mit uns, dass wir vor Einbrüchen bewahrt werden und den Menschen in guter Art und Weise helfen können!
Today we want to talk about an important topic. Currently most Malawians are cultivating their fields, in order to plant Corn, Cassava and other kinds of vegetables. So that the plants will grow, the Malawians need fertiliser. Fertiliser is quite expensive. Most Malawians can hardly afford to buy it. Because of that, the goverment has a development plan in order to support its people. Neverthless the program is limited.
That the plants will grow, Malawi also needs enough rain.
Please pray that we will have regular rains in the next months!
What we are also worried about is the shortage of food. At this time of the year a lot of families are running out of the food they harvested in spring. As Liebenzell Mission, e.g. in Chisomo we help by distributing Corn flour.
Due to the shortage of food some people try to steel or even commit burglary.
Please pray that God will protect us and that he will show us how we can help in a good way.

Montag, 7. November 2011

Offizielle Einführung! / Official Induction!

Gestern wurde der neue Bischof unserer Partnerkirche offiziell eingeführt. Gemeinsam mit unseren Kollegen durften wir die feierliche Zeremonie miterleben.

Zur Veranstaltung war hoher Besuch eingeladen. Da der Präsident verhindert war, sandte er einen Abgeordneten (Presidential Advisor for Religious Affairs). Wir, als Liebenzeller Missionare, hatten die Ehre, gemeinsam mit ihm Mittag zu essen. Für uns war es eine sehr angenehme Zeit. Der Ehrengast war ein sehr angenehmer und humorvoller Gesprächspartner.

Die ganze Zeremonie war in unseren Augen eine geniale Sache. Es gäbe einiges zu erwähnen, was uns mit sehr viel Zuversicht in die Zukunft blicken lässt.

Wir haben eine Kirchenleitung, die das Herz am rechten Fleck hat. Der Bischof und sein Team sind ein Segen Gottes.

Betet mit uns, dass wir auch zukünftig ein gutes Miteinander haben und dass Jesus im Mittelpunkt steht.

Yesterday, we celebrated the official induction of the bishop of our partner church. Together with our colleagues we had the opportunity to take part at the celebration.

A special guest was invited. Since the President himself could not come, he sent the Presidential Advisor for Religious Affairs.

We had honour to have lunch with him. That was a good occasion to have a little conversation. We enjoyed talking to him. He is a very approachable person and has a good humour.

All together the ceremony was brilliant event. There would be many things to mention, which inspire us with confidence for the future.

The leadership of the church have their heart in the right place. The bishop and his team are a blessing of God.

Please keep the bishop and his team in your prayers and pray that Jesus will always be the centre of the church.

Einzug der Pastoren, angeführt von einem Frauenchor/ women choir and the pastors
(Doppelklick und die Bilder werden größer)

Samstag, 5. November 2011

Im Gefängnis/ In Prison

Heute war ich, Tobias, im Gefängnis… Keine Sorge, ich wurde nicht verhaftet, sondern zum Predigen angefragt!

Vor einiger Zeit erzählte mir ein kanadischer Missionar von dieser Arbeit. Die ganze Sache hat sich sehr interessant angehört, deshalb fragte ich gleich mal an, ob ich ihn und sein Team mal begleiten dürfte. Ich merkte sofort, dass meine Frage auf offene Ohren stieß. Somit kam die Anfrage, ob ich generell ins Team einsteigen möchte und ob ich mir vorstellen könnte, ein paar Predigten zu übernehmen.

Leider konnte ich nicht für eine generelle Mitarbeit zusagen, da Sarah und ich bald nach Chisomo umziehen. Zwischen Chisomo und Zomba liegt immerhin eine zweistündige Autofahrt. Ich bot jedoch an, dass ich im November aushelfen könnte. Somit machten wir, ein Mitarbeiter (mein Übersetzer) und ich, uns heute mit dem Fahrradtaxi auf den halbstündigen Weg, um einen Gottesdienst im Gefängnis durchzuführen. Es war sehr interessant zu sehen, wie es in einer malawischen Haftanstalt so zu geht und in welchen Zuständen die Gefangenen leben.

Der Gottesdienst war sehr gut. Etwa 30 Häftlinge hörten gespannt zu. Der Anbetungsteil wurde sogar von ihnen selbst geleitet. Da es in malawischen Kirchen oft nicht genug Liederbücher gibt, können viele Malawier viele Lieder auswendig. So war es schön zu sehen, wie die Häftlinge von ganzem Herzen sangen.

Leider war es im Gefängnis nicht erlaubt, Bilder zu machen. Wir hätten euch gerne auch einen visuellen Eindruck vermittelt. Bitte betet mit uns, dass die Häftlinge durch die Einsätze gestärkt werden und dass Jesus ihr Herz verändert.

Today I, Tobias, was in Prison… Don’t worry, I was not arrested! I just went there to preach. A few weeks ago a Canadian Missonary told me about his prison ministry, what sounded very interesting to me. So I asked him if I could join him and his team. Immediately I realised my question was very welcome. So it came, that I was asked to join the prison ministry here in Zomba. Unfortunately I can´t join them long-term, since Sarah and I will move to Chisomo soon, which is a two hours drive to Zomba. But I offered them, that I could support them in November. So today we, one Co-worker (my interpreter) and I, took a bicycle taxi for a 30 minutes drive, to lead a service in the prison. It was very interesting to see, how the inmates live in a Malawian prison. The service was very good. About 30 inmates listened carefully; they even led the worship part. Since there are often not enough hymnbooks in Malawian churches, many people know many songs by heart. So it was great to see how the prisoners sang with all their heart. We´re sorry, that we can´t show you pictures and give you some impressions. We were not allowed to take any pictures in the prison. Please pray with us, that through this ministry the prisoners may be strengthened and that Jesus may change their hearts.

Samstag, 29. Oktober 2011

Öffentliche Verkehrsmittel/ Puplic transport

Vor ein paar Wochen berichteten wir von einem Besuch in der Zentrale unserer Partnerkirche in Liwonde. Am letzten Sonntag wurden wir dann zum Gottesdienst der dazugehörigen Gemeinde eingeladen. Da es weiterhin Dieselengpässe im Land gibt, entschieden wir uns, die „öffentlichen Verkehrsmittel“ zu nutzen. Was ist unter „öffentlichen Verkehrsmitteln“ zu verstehen? Es gibt Minibusbetreiber, die kürzere und längere Strecken abdecken. Das heißt, es gibt Minibusse, die z.B. von einer zur anderen Stadt fahren. Somit kann man mit dem Minibus viele Plätze in Malawi erreichen.

Als wir in Liwonde am Busdepot ankamen, waren es noch einige Kilometer bis zur Kirche. Für die restliche Strecke nahmen wir uns ein Fahrradtaxi. Obwohl wir fünf Personen waren und mit Minibus und Fahrradtaxi reisten, haben wir weniger Geld ausgeben, als wenn wir zusammen ein Auto genommen hätten.

Trotz allem ist das Thema Dieselengpässe Besorgnis erregend. Wie kann eine Wirtschaft, die sich in der Entwicklung befindet, Fortschritte machen, wenn es kein Diesel gibt? Am letzten Montag gab es an mehreren Tankstellen Sprit. Viele Autos, Busse und LKWs standen stundenlang an. Alles Warten hat sich für Viele nicht gelohnt. Schon nach einem halben Tag war der Sprit wieder aus. Seit her warten die Bewohner aus Zomba sowie Bewohner anderer Städte auf den nächsten Tanklaster.

Bitte betet mit uns, dass sich die Situation im Land bald ändert und die Tankstellen wieder angefahren werden können.

A few weeks ago we reported about our trip to the headquarter of our partner church in Liwonde. Last Sunday we were invited to attend the service in this church. Due to the shortage of fuel we decided to travel by “public transport”. “Puplic transport” in Malawi? There are business men who are running their own bus agencies. They offer bus rides between different cities. That means you can get to different places all over the country by minibus.

As we arrived in Liwonde, we still had to get to the church which was another few kilometres.

So we took a bicycle-taxi. Even though we were five people travelling by public transport, we actually saved some money. The trip was cheaper as if we would have gone by car.

Even though we had a nice trip, the situation in the country is worrisome.

How can a developing country have progress, if there is no fuel? Last Monday there was fuel here in Zomba. A lot of people were queuing but after a few hours - the fuel was gone.

Since then the residents of Zomba and I guess some more people in the country are waiting for the next fuel tanker.Please support us in your daily prayers that the situation will change and that we can get fuel on a regular basis.


Mittwoch, 19. Oktober 2011

Schneider, Schuhmacher und Friseur … / Tailor, Shoemaker and Barber…

…das sind kurz gesagt unsere Erfahrungen der vergangenen Woche.

Wir haben in der letzten Woche die Geschäftsmänner unserer näheren Umgebung etwas getestet und damit auch etwas malawische Kultur erlebt.

Schneider:

Hier ist es ganz üblich- entgegen Deutschland- dass man Kleider nicht nur einfach kauft, sondern sich auch welche schneidern lässt. Das habe ich (Sarah) mal ausprobiert. Auf dem Markt hier in Chinamwali gibt es eine recht große Auswahl an verschiedenen bunten Stoffen, die man für alles Mögliche verwenden kann, z.B. als Wickeltücher (ähnlich wie Wickelröcke), Tragetücher (für Babys), Kopfbedeckung oder eben, um sich Kleidungsstücke nähen zu lassen. Ich wollte gerne einen Rock. Mit dem gekauften Stoff bin ich dann zu einem der Schneider gegangen, die es hier auf dem Markt gibt. Er hat meine Maße genommen und ich habe ihm erklärt, wie der Rock später aussehen soll. Nach zwei Tagen konnte ich ihn dann abholen. Ich freue mich sehr über das Ergebnis und werde bestimmt mal wieder hingehen.

Schuhmacher:

Nachdem ich unsere Lernhelferin schon einmal zum Schuhmacher um die Ecke begleitet habe, dachten wir uns, dass wir das ja mit unseren Schuhen auch mal machen könnten. Tobi´s Sambas haben eine Generalüberholung bekommen. Die Innensohle, sowie die Außensohle wurden repariert---zu einem sehr guten Preis. Dafür hat sich das Aussehen etwas verändert!

Friseur:

Nach einigem Zögern hat sich Tobi dann zu Guter Letzt auch noch zum Friseur gewagt...ob die wohl blonde, glatte Haare schneiden können? Aber das Ergebnis kann sich sehen lassen und Tobi ist sehr zufrieden mit seinem neuen Friseur. Fotos davon werden leider nicht veröffentlicht! =)


…this are our experiences of the last week in a very short form.

Last week we´ve tested the business men in our neighbourhood a bit and also experienced a bit of Malawian culture.

Tailor:

Here in Malawi it´s very common, not only to buy clothes, but also to got to the tailor and get them done there. That´s what I tried out last week. Here at Chinamwali-Market vendors offers lots of different kinds of colourful fabrics. They´re used for many different things, like wrapping-skirts, Babycarriages, Headcovering or even to get tailored clothing. I wanted to have a skirt. So after I bought the fabric, I went to one of the tailors here and explained to him, how my skirt should look like, when it´s done. He took my measurements and two days later I could pick up my new skirt. The Tailor did a great job and I´m sure, I´ll go again one day!

Shoemaker:

After I joined our Language Helper, when she went to the Shoemaker, we thought, we could do this as well some time. Tobi´s Sambas needed to be mended. However, as you can see, they got a new appearance =)

Barber:

After some hesitating Tobi also dared to go to the Barber in the neighbourhood…will they be able to cut blond, straight hair? But Tobi is pleased and said he´ll go back there next time he needs his hair cut. Sorry, we don´t publish photos of this! =)

Samstag, 8. Oktober 2011

Wie kocht man auf Feuer? / How to cook on fire?


Für drei Monate dürfen wir insgesamt bei Familie Yakobe leben. Wir werden hier gut bekocht und haben eine schöne Zeit. Uns geht es einfach gut hier. Dafür wollten wir uns jetzt schon mal bei ihnen bedanken. Aber wie nur? Schließlich kamen wir auf die Idee, für die ganze Familie zu kochen. Die nächste Frage die uns beschäftigte, war, welches Essen wir zubereiten sollten. Man muss bedenken, dass es hier im Haus keinen Herd und keinen Backofen gibt. Schlussendlich entschieden wir uns für „Spagetti Bolognese“. Das Kochen war nicht nur für uns sondern auch für unsere Gastfamilie ein großer Spaß. Wir hatten zu vor noch nie auf einem Feuer gekocht. Dem Essen hat es nicht geschadet. Unseren „Gästen“ hat es gut geschmeckt. Wir besorgten zu dem Löffel und Gabeln, damit wir die Mahlzeit auch in richtiger Art und Weise zu uns nehmen konnten. Viel Besteck gibt es im malawischen Haushalt meistens nicht, da man hier mit den Händen isst. Deshalb war das Spaghetti auf dem Löffel drehen für den ein oder anderen etwas ungewohnt. Alles in allem gab es viel zu lachen und wir verbrachten einen humorvollen Abend.

We will be staying at the House of Pastor Yakobe for three months all together. We enjoy the food and just being a part of the family. Therefore, we wanted to thank them for all their work. But - what would be a suitable way to do that. Eventually, a brilliant idea came to our mind. We could cook something! The next Question was what to cook? There is no stove in the house. We have just a fireplace outside. We’ve never cooked like this! However, in the end it worked out. By the way, we decided to cook Spaghetti. Our “Guests” were enjoying the food. In order to eat Spaghetti properly, we managed to get some forks and spoons. Usually, there is not a lot of cutlery in a Malawian household. They eat by hand. It was funny to see them twisting the Spaghetti on the spoon. We had a wonderful evening and great fun.