Dienstag, 17. Juli 2012

Graduierungsfeier in Chisomo

 Die Certifikate wurden vom Leiter der Bibelschule überreicht!
 Die Predigt wurde vom Bischof unserer Partnerkirche gehalten!
 In den vorderen Reihen sitzen die Studenten mit ihren Frauen

Musikalischer Beitrag der Studenten

Aufgrund der Graduierungsfeier haben wir unseren Aufenthalt in Chilongo kurzzeitig unterbrochen und sind letzte Woche Donnerstag nach Chisomo gefahren, um die Zeremonie mit zu erleben. Da es für uns die erste Graduierungsfeier in Chisomo war, gab es für uns Vieles zu beobachten.
Die Stundenten waren sehr dankbar für alles, was sie im vergangenen Jahr von unseren Kollegen lernen durften. Ebenso merkte man ihnen an, dass sie sich auf Zuhause freuen und das Gelernte umsetzten möchten.
Am Samstag sind wir dann wieder mit ein paar Studenten im Schlepptau zurück nach Chilonga gefahren, um unserer Gemeindepraktikum fortzusetzen.
Danke, wenn ihr auch künftig an uns denkt. Wir sind weiterhin mit dem Fahrrad unterwegs, um Leute zu besuchen und sie geistlich zu stärken.
In den letzten Wochen haben wir erleben dürfen, wie Gott uns in verschiedener Art und Weise gebraucht hat. Dafür sind wir sehr dankbar!

Donnerstag, 5. Juli 2012

Praktikum


Im Rahmen unseres Aufenthalts im Ubwenzi-Projekt (Chilonga) absolvieren wir ein kleines Praktikum. Das Praktikum beinhaltet vor allem der Besuch von Gemeindemitgliedern und der Gemeinde unserer Partnerkirche hier in der Region. Ein einheimischer Pastor (Herr Mphua) führt uns an drei Tagen in der Woche durch seinen Gemeindebezirk. Dadurch sollen wir einen Einblick in die Arbeit der Pastoren und Gemeindeleiter bekommen. Durch die Besuche und die Veranstaltungen gewinnen wir Erkenntnisse über Gottesdienstabläufe, positive Entwicklungen, Schwierigkeiten usw. Diese Eindrücke gilt es natürlich mit unseren Kollegen zu besprechen, um ein breiteres Bild zu erhalten.
Wieder einmal sind wir sehr dankbar, Erfahrungen dieser Art machen zu dürfen. Vor allem die Besuche bei Gemeindemitgliedern erleben wir als sehr wertvoll. Es ist schön zu sehen, wie wir Leute ermutigen können, auch wenn es sprachlich sehr herausfordernd ist.
Bitte denkt an uns, wenn wir in den nächsten Wochen bis Ende Juli unsere Besuche fortsetzten, dass wir die Menschen ermutigen können und dass wir im Reden und im Tun geführt werden.
Hier seht ihr ein paar Bilder, wie wir die Unweiten des malawischen Busches erkunden. Der Weg zu den Gemeindemitgliedern führt uns durch Wälder, ausgetrocknete Flussbetten, Felder sowie an Buschfeuern und Buyubäumen vorbei. 

 abgeerntetes Baumwollfeld
 ausgetrockneter Fluß (nur während der Regenzeit gibt es in diesem Fluß Wasser)
 Buschfeuer
 Pastor Mphua
 Frauenchor im Gottesdienst
 Eine Frau, die wir besucht haben!

Donnerstag, 21. Juni 2012

Wasser- Grundlage des Lebens

 Während der kommenden Wochen werden wir in Chilonga leben, um dort unsere Kollegen zu vertreten. „Die Bohrfirma ist da“, war eine der ersten Infos die wir mitbekommen haben, als wir am Sonntagmittag ankamen. Unsere Kollegen unterstützen unter anderem Brunnenbohrungen in der Gegend hier. Es müssen verschiedene Vorraussetzungen herrschen, damit ein Brunnen gebaut werden kann. Unter Anderem muss das Dorf einen gewissen Beitrag dazu leisten (z.B. Steine und Sand). 
Schon oft waren Bohrfirmen da und schon oft haben sie ohne Erfolg die Bohrungsorte wieder verlassen. Viele müssen viele Kilometer gehen, um zum nächsten Brunnen zu kommen und ihr Wasser zum Kochen und Waschen zu holen. Die Menschen hier bangen und beten jedes Mal, wenn wieder eine Firma kommt. Viele sind am Ort des Geschehens mit dabei. So war es auch vergangenes Wochenende. Tobias und unser Kollege Johannes waren auch immer wieder am Bohrungsort, um die Fortschritte zu beobachten. Etwa 45 Meter durch Stein- kein Wasser…das war das enttäuschende Ergebnis der ersten Bohrung. Gott sei Dank wurde entschieden, an einer anderen Stelle in einem anderen Dorf nochmals zu bohren.
Nach 21 Metern wurde ein gutes Wasservorkommen gefunden. Bis 40 Meter wurde noch weitergebohrt, um wirklich genügend Wasser zu haben. In den nächsten Tagen wird dann noch der Brunnen bzw. die Pumpe eingebaut. Ich kann mir richtig vorstellen, wie sehr sich die Leute über „ihren Brunnen“ freuen und welch eine Erleichterung es für die bedeutet. Wenn ich solche Geschichten höre, wird mir immer wieder neu bewusst, wie gut es mir doch geht, immer genügend Wasser zur Verfügung zu haben- und das sogar direkt im Haus. Außerdem hält es mich auch immer wieder dazu an, Wasser zu sparen…
Bitte betet doch mit uns und den Leuten hier, dass das so lebenswichtige Gut hier immer wieder gefunden wird und durch immer mehr Brunnen mehr sauberes Wasser zu den Leuten gelangen kann.

 Die Bohrhammer
 Reinigung des Bohrloches mit Druckluft
 Das gesamte Equipment
Der erste Versuch ohne Erfolg

Sonntag, 3. Juni 2012

„Pastoren Konferenz“


Diese Woche fand die „Pastoren Konferenz“ unserer Partnerkirche hier in Malawi statt. Viele Pastoren, Evangelisten und Gemeindeleiter machten sich auf den Weg, um Mut machende Predigten zu hören, sowie die um die Gemeinschaft mit den Kollegen zu genießen.
Für uns war es die erste Pastoren Konferenz und daher besonders spannend. Diese Veranstaltung eröffnete unsere einige Chancen. Wir hatten z.B. die Möglichkeit Mitarbeiter des Gemeindeverbandes kennen zu lernen, die aus den verschiedensten Gegenden Malawis kommen. Des Weiteren konnten wir uns einen kleinen Eindruck verschaffen, wie eine solche Veranstaltung in Malawi abläuft. Einige Teilnehmer brachten einfach ihre Schilfrohrmatte mit und haben in der Kirche übernachtet. Viele müssen zudem sehr viel Geld sparen, um den Transport zur Konferenz bezahlen zu können. Einige legen weite Wegstrecken mit dem Fahrrad und dem Minibus zurück, um zur Veranstaltung zu kommen.
Als Gastredner waren drei kanadische Pastoren gekommen. Ihre Bibelarbeiten und Vorträge wurden von ausgewählten Pastoren unserer Partnerkirche in Chichewa übersetzt.
Die Veranstaltung ging von Montag bis Freitag. Wir reisten mit unserem Kollegen, den Mitarbeitern und Studenten Chisomo’s am Donnerstag an und durften somit zwei Tage der Konferenz miterleben.
Bitte betet mit uns, dass die Pastoren, Evangelisten und Gemeindeleiter durch die Ansprachen gestärkt wurden und dass die Konferenz eine positive Auswirkung auf ihre Gemeindearbeit hat. Für die Pastoren-Frauen gab es teilweise extra Veranstaltungen, bitte betet, dass auch sie etwas für ihr Leben mit Jesus und die Frauenarbeit in ihren Gemeinden lernen konnten. 
 

Mittwoch, 16. Mai 2012

Matteo



„Gib du ihm einen Namen!“ Diese Frage hat uns kürzlich eine Frau gestellt und uns damit herausgefordert –damit haben wir nicht gerechnet.
Aber jetzt noch mal von vorne. Neulich saß eine Frau bei uns vor dem Haus, was zunächst nicht ungewöhnlich ist. Sie zeigte uns ihr neugeborenes Baby. Wir fragten, ob wir es auch mal auf den Arm nehmen dürften. Die Frau stimmte zu. Natürlich wollten wir auch wissen wie der Junge heißt. Darauf antwortete die Frau für uns sehr ungewöhnlich. „Das Kind hat noch keinen Namen. Aber gebt ihr ihm doch einen“: sagte sie.
Das sind Situationen, die uns kulturell gesehen immer wieder vor Herausforderungen stellen.
Wir fragten unsere Kollegen um Rat. Sie gaben uns ihre Erfahrungen weiter.
Zwei Tage später haben wir die Familie besucht uns das Kind benannt. Natürlich hatten wir auch ein Geschenk dabei
Jetzt gibt es einen Matteo im Nachbarort. Wir sind gespannt, was diese Namensgebung noch so mit sich bringt.
Unser Anliegen ist es, dieses Kind hin und wieder zu besuchen und es in unsere Gebet einzuschließen.

Donnerstag, 19. April 2012

Maiseinkauf

Heute war ein wichtiger Tag auf Chisomo. Es wurde Mais eingekauft…und wie ihr auf den Bildern sehen könnt nicht wenig. Von diesem Mais ernähren sich dann die Studenten im kommenden Jahr. Obwohl Chisomo Maisfelder hat, die von Studenten und Mitarbeitern Chisomos bearbeitet werden, muss trotzdem jedes Jahr Mais dazugekauft werden. Viele Leute aus der Umgebung sind gekommen, um Mais zu verkaufen. Schon um fünf Uhr morgens waren die ersten da, um ihren Maissack abzuladen und zu warten, bis der Verkauf losgeht. Nach und nach kamen immer mehr, bis es dann um acht Uhr endlich los ging. Viele Hände halfen mit alles schnellst möglich unter Dach und Fach -oder besser in die Säcke- zu bringen. Zuerst wurden die Säcke gewogen und aufgeschrieben von wem wieviele Kilos Mais kamen. An der nächsten Station wurden die Säcke entleert und mit einem Pulver behandelt, das den Mais vor Ungeziefer schützen soll. Danach wurde er in neue Säcke gefüllt und zugenäht. Die alten Säcke gingen zum Besitzer zurück. An der letzten Station erhielten die Verkäufer gegen eine Unterschrift ihr Geld. Jetzt wird der Mais in einem Lagerraum gelagert, bis er benötigt wird.

Wir sind Gott sehr dankbar, dass alles so gut geklappt hat.

Montag, 2. April 2012

Backkurs!

„Wenn du mit mir etwas bäckst, dann zeige ich dir, wie man einen malawischen Kuchen macht!“ So ähnlich hat es geklungen, als Tobias und ein Junge aus der Nachbarschaft sich kürzlich unterhalten haben.
So kam es dann zu Stande, dass wir die Familie des Jungen besuchten, um zu lernen, wie man Chigumu bäckt. Chigumu ist eine Art Kuchen, den man mit Maismehl, Natron, Wasser und Salz bäckt. Es war sehr interessant zu sehen, wie man in einem Topf auf dem Feuer Kuchen backen kann. Damit das Gebäck von oben und unten gleichmäßig gebacken wird, wird in Malawi einfach ein Topf mit Deckel verwendet. Auf den Deckel werden dann ein paar Kohlen gelegt und schon hat man einen Ofen mit Ober-Unterhitze.
Als Dankeschön haben wir dann ihn und zwei Jungs aus seiner Verwandtschaft eingeladen, bei uns Pfannkuchen zu backen…wie ihr sehen könnt auch auf dem Feuer. Auf die fertigen Pfannkuchen gab´s dann Guava-Marmelade. Sie waren begeistert von den deutschen Kuchen und konnten sogar noch etwas mit nach Hause nehmen, sodass auch ihre Familie mal probieren konnte. Scheinbar hat´s auch ihnen geschmeckt.