Sonntag, 18. August 2013

S…, S… und Mehr!

Im August könnte man meinen, dass die zwei S - Sonne und Strand - bedeuten. Das ist in unserem Fall nicht so. Bei uns bedeuten sie Sambia und See. Sambia, weil wir dort auf einer Missionarskonferenz waren. Diese Zeit haben wir sehr genossen, da wir viel lernen konnten und gute Bibelarbeiten gehört haben. Es war schön, Kollegen zu treffen, die in anderen Ländern arbeiten. Manche kannten wir schon vom Studium in Liebenzell. Es war interessant, sich auszutauschen und von einander zu lernen.
Den weiten Weg von Malawi nach Sambia legten wir mit dem Auto zurück. Wir sind dankbar, dass wir eine bewahrte Reise hatten und dass uns die Autos keine Probleme bereiteten.
Das zweite Wort bedeutet See, weil wir die letzten beiden Tage am Malawisee verbrachten. Wir hatten die Möglichkeit, uns mit unseren Kollegen, Fam. Bos, Debora und deren Gästen zu treffen. Es waren zwei schöne und erholsame Tage mit netten Leuten.
Das dritte Wort bedeutet nicht Meer sondern Mehr, weil es jetzt so langsam richtig los geht. Nächste Woche haben wir eine Stadtfahrt geplant, in der wir u.a. Lebensmittel für die Studenten und Materialien für Instandhaltungsarbeiten einkaufen werden. Und am Montag in einer Woche beginnen unsere Mitarbeiter, die sich gerade im wohl verdienten Urlaub befinden, wieder zu arbeiten. Dann laufen die Vorbereitungen für das Kommen der neuen Studenten auf Hochtouren. Danke für alles an uns Denken in den nächsten Wochen.
Auf dem Weg nach Sambia - Vesperpause
 
 Personalreferent des LGV mit seiner Frau (Mitte) hielt die Bibelarbeiten
 Debora mit ihren Gästen
 
Die Sonne spiegelt sich im Malawisee - auf dem 
Heimweg


Sonntag, 28. Juli 2013

Kirchenbesuch mit einer schönen Überraschung

Schon lange war es versprochen. Heute ist es endlich wahr geworden. Pastor Mavuto, der in Chisomo als Schreinerlehrer arbeitet, freute sich sehr, dass wir mit ihm in seiner Heimat in den Gottesdienst gegangen sind.
So brachen wir gegen 9 Uhr morgens auf und machten uns auf den 30 min Weg. Die drei Frauen des Pastors - seine Frau und seine zwei Mädchen – und der kleine Elias sind in der letzten Woche schon mal vorgereist, um Urlaub in ihrer Heimat zu machen. Im Gegensatz zu den Männern legten die Frauen den Weg zu Fuss zurück. So fehlten nur noch Papa, Sohn Aaron und Adoptivsohn Maliki. Zudem nutzten drei Freunde – Kinder weiterer Chisomo-Mitarbeiter – die Möglichkeit Aarons Heimat kennen zu lernen. Wie man im Bild sehen kann wurde auch das Urlaubsgepäck eingepackt. 
Die Chisomo-Mitarbeiter haben seit letztem Montag Urlaub und haben somit die Möglichkeit, ein paar Wochen zu ihren Familien zu fahren und ein bisschen Heimatluft zu schnuppern. So hat es auch die Familie Mavuto vor.
Bevor wir zur Kirche fuhren, holten wir die drei Frauen zu Hause ab. Die Familie fuhr ganz stolz auf das Kirchengelände. Es kommt nicht häufig vor, dass Malawier zum Gottesdienst chauffiert werden. Das genossen sie in vollen Zügen.
Wir feierten einen schönen Gottesdienst und wurden, wie üblich, noch zu einem leckeren Mittagessen eingeladen.
Und jetzt die schöne Überraschung. Es war schön zu hören, dass die kleine Gemeinde eine erhebliche Geldsumme sammeln konnte, um Wellblech für ihr Kirchengebäude zu kaufen. Es gibt nicht viele Kirchen in unserem Verband, die dies aus eigener Kraft bewältigen können. Wir freuen uns mit ihnen, dass sie fast den gesamten Betrag beisammen haben und beten weiter, dass sie in Kürze die restliche Etappe bis zum Berggipfel meistern.

Sonntag, 21. Juli 2013

Nun sind sie weg

Nun sind sie weg. Am Mittwoch haben wir die Bergers an den Flughafen gefahren. Am Freitagnachmittag sind wir aus der Stadt zurückgekehrt. Es ist noch ein bisschen ungewohnt und eine neue Situation, dass wir zunächst einmal alleine hier in Chisomo wohnen.
Samstags gemeinsam Pizza essen, donnerstags gemeinsam beten und sonntags gemeinsam eine Predigt an hören, das wird jetzt alles anders.
Nichts desto trotz haben wir gestern den Ofen angefeuert und Gäste waren auch geladen. Einer unserer Schreinerlehrer, Pastor Mavuto, mit seiner Familie, sowie unsere Kollegen Grace und Gabriel, die zufällig in der Nähe jemanden besuchten, kamen zum Essen. Wir hatten eine gute Gemeinschaft und viel Freude.
Wir sind mittlerweile das fünfe Ehepaar, das Chisomo leiten darf. Somit fand die Übergabe von „erfahrenen“ zu „neuen Missionaren“ in der Vergangenheit schon mehrere Male statt. Man muss also nicht immer das Rad neu erfinden. Das gilt in unserem Fall nicht nur für die Leitung und Administration, sondern auch für ganz praktische Bereiche. So gab es also einiges zu tun.
So standen Arbeiten an, wie z.B. den Kompost zu wenden. Da wir in diesem Jahr eine neue Anbaumethode auf unseren Feldern ausprobieren wollen, brauchen wir eine große Menge an Kompost. Während wir uns noch im Sprachstudium befanden, haben unsere Vorgänger, Joe und Miri, diesbezüglich schon einiges an Vorarbeit geleistet.
Zudem legten wir die frisch geernteten Nandolos (Linsenähnliche Frucht) zum Trocknen aus und warfen die Schalen der schon gedroschenen Früchte auf die Felder. Da die geernteten Nandolos nicht für das neue Schuljahr ausreichen werden, kauften wir gestern noch welche hinzu. Schon letzte Woche konnten wir Bauern in der Umgebung finden, die sie uns für einen guten Preis verkauften. Abends reparierte Tobias und ein Mitarbeiter noch dessen Fahrrad. Damit neigte sich ein gefüllter Tag dem Ende entgegen. Hier noch ein paar Bilder:

Montag, 15. Juli 2013

Und plötzlich ist alles anders...

Es ist unglaublich, wie schnell die Zeit seit unserer Ankunft hier in Malawi vergangen ist. Am Anfang denkt man, dass zwei Jahre eine lange Zeit sind. Zwei Jahre können jedoch auch schnell vorbei sein.
Mittlerweile haben wir die Verantwortung hier in Chisomo übernommen. Stück für Stück haben wir die vielen Aufgaben übertragen bekommen. Einige Aufgaben werden noch auf uns zu kommen. Unsere Vorgänger sind zwar noch da und wir können noch Fragen stellen, dies ist jedoch bald vorbei - leider. In ein paar Tagen werden wir die Bergers zum Flughafen begleiten und dann werden sie ein Jahr in Deutschland sein.
Vielen Dank, wenn ihr mit an sie denkt. Wir wünschen den Dreien eine schöne Zeit in ihrer Heimat und freuen uns schon jetzt, wenn sie nächstes Jahr wieder kommen. Sie haben hier in Chisomo eine hervorragende Arbeit geleistet und gute Beziehungen aufgebaut. Von Vielem, was sie erarbeitet haben, dürfen wir nun profitieren. Dafür sind wir ihnen mehr als dankbar.

Bittet denkt auch an uns, wenn wir nun am Anfang unserer neuen Aufgaben stehen. Vor allem die ersten Monaten werden voraussichtlich sehr herausfordernd werden. Trotz allem freuen wir uns sehr und sind gespannt auf das, was Gott durch uns tun wird.
Joe beim Aushändigen der Zeugnisse bei der Graduierungsfeier Anfang Juli

und seine zwei Frauen bei der Einweihung einer neu errichteten Kirche.

Sonntag, 7. Juli 2013

Lust auf Popcorn


Heute Mittag waren wir ihn Mpili auf dem Markt. Mpili ist ein kleiner Ort ganz in der Nähe von Chisomo. Jeden Sonntag kommen Händler mit den verschiedensten Waren. Es gibt Fisch, Besen, Teller, Seife und sogar Kleidung zu kaufen. Die Kleidung wird auf Planen ausgelegt. Manchmal werden die Kleidungstücke richtig aufgetürmt. Es ist dann ein interessantes Bild, wenn kleinere und größere Gruppen von Menschen die Kleidertürme durchwühlen.
Viele Leute aus unserer Gegend sind sonntags dort anzutreffen. Für uns erscheint es so, als ob es das Happening der Woche wäre.
Es ist schön hin und wieder dort vorbei zu schauen und Nachbarn, Freunde und Bekannte dort zu treffen, die immer mal wieder in Chisomo vorbei kommen und ein bisschen zu plaudern.
Heute machten wir eine ganz neue Entdeckung. Als wir über den Markt schlenderten, sahen wir plötzlich eine Popcorn-Maschine. Popcorn an sich ist hier nichts Neues aber eine Popcorn-Maschine haben wir hier in den Dörfern noch nicht gesehen. Auf den Bildern könnt ihr das gute Stück sehen. Es hat sogar ein Elektroanschluss. Da haben wir gleich zugegriffen und eine Tüte gekauft. Auf den Rückweg gab es noch einen gerösteten Maiskolben. Damit ging ein schöner Sonntagnachmittag dem Ende entgegen.
 
 

Samstag, 29. Juni 2013

Abschlusstag im Kids-Club




Bald fangen hier die großen Ferien an, bevor dann im September das neue Schuljahr losgeht.
Auch der Kids-Club in Chisomo macht so lange Pause.
Gestern haben wir mit den Kindern ein kleines Abschlussfest gefeiert. Nach Liedern, einer Geschichte und Spielen ging es los. Überall auf dem Platz vor den Klassenzimmern saßen kleine Gruppen von Kindern. So oder so ähnlich muss es wohl bei der Speisung der 5000 ausgesehen haben. 150 Kinder waren gekommen, um den Abschlusstag nicht zu verpassen! Es gab Sobo (süßen Sirup) und Kambas (kleine Snacks aus Maismehl). Die Mitarbeiter waren alle schwer damit beschäftigt die vielen Münder zufrieden zu stellen! Jedenfalls haben sich die Kinder sehr über diese besondere Überraschung gefreut! Danach kam die Auswertung des Anwesenheitswettbewerbs dran. Alle haben gespannt gewartet, wer denn jeden Freitag da war. Diese Kinder haben ein besonderes Geschenk bekommen. Alle anderen sind auch nicht leer ausgegangen, über Luftballons und Kullis haben sie sich sehr gefreut und wollten noch mal welche haben. Außerdem haben wir Mirjam und Emily verabschiedet, sie waren gestern zum letzten Mal im Kids-Club dabei, bald fliegen sie nach Deutschland in den Heimataufenthalt. Drei Kinder haben noch für sie und eine gute Zeit in Deutschland gebetet.

Sonntag, 9. Juni 2013

Beziehung ist alles...

Das gilt auch hier in Malawi. Einige unserer Vorgänger haben schon so manche Beziehungen aufgebaut, von denen wir heute sehr profitieren. So wurden wir schon einigen Leuten vorgestellt, die uns das Leben bzw. das Einkaufen erleichtern.

Kürzlich war Tobias in Ntaja, um einige Besorgungen zu machen. Natja ist eines der kleinern Städtchen welches etwa 20km von Chisomo entfernt liegt. Dort kaufen wir hin und wieder Baustoffe oder ähnliches. In Ntaja gibt es auch eine Tankstelle, zu deren Chef wir eine gute Beziehung haben. Er schreibt uns auch gerne einmal eine SMS, um sich nach unserem Wohlbefinden zu erkundigen. Für diese Beziehung sind wir sehr dankbar, weil sie uns schon das ein oder andere Mal äußerst hilfreich war. Beziehungen gilt es auch zu pflegen. Deshalb nimmt man sich auch gerne mal ein bisschen Zeit, um sich ein bisschen zu unterhalten. Für uns ist es nicht nur wichtig, diese Beziehungen zu übernehmen, sondern selbst zu pflegen und zu vertiefen. An diesem Tag hat Tobias nicht nur Diesel für den Generator in Chisomo gekauft, sondern auch ein paar Sachen aus dem Eisenwarengeschäft. Unten könnt ihr ein paar Bilder des Einkaufs sehen.
In diesem Eisenwarengeschäft kaufen wir hin und wieder Werkzeuge und Baumaterial für die Werkstatt in Chisomo
Hier ein paar Säcke Zement ausgestellt vor dem Geschäft
Von dieser Sorte Nägel wurden 3kg gekauft.